Fiber To The Home (FTTH)
Der Trend Daten über das Glasfasernetz zu transportieren ist ungebrochen. In den letzten Jahren haben vor allem führende Industrienationen wie Japan, Skandinavien und die USA den Trend eingeleitet, Glasfaserleitungen nicht nur im Backbonebereich sondern auch im Anschlussbereich einzusetzen. Dies wird als Fiber To The Home (FTTH) oder Fiber to the Premises (FTTP)bezeichnet. Dabei erhält jeder Teilnehmer sein eigenes Glasfaser,welches direkt ins Haus führt. Innerhalb des Hauses wird dann das Signal via Kupfertechnik (Cat. 5, etc) weiterverteilt. FTTH wird vor allem genutzt um Multimedia Breitband Telekommunikation, das sogenannte Triple Play ins Haus zu liefern. Das Verlegen von Glasfasern wird zunehmend atraktiver, da die Installationskosten zunehmend sinken. KMI Research erwartet, das der Markt für FTTP Equipment in 2009 schon 3.2 Milliarden Dollar erreichen wird.
Derzeit gibt es zwei konkurrierende Technologien:
- Active FTTP auch Active Ethernet genannt und
- Passive Optical Network (PON)
Beide Technologien unterscheiden sich vor allem in der Art des Routings. Wird es direkt in der Nachbarschaft vorgenommen handelt es sich um Active FTTP, wohingegen bei PON das Switchen und Routen direkt beim Service Provider stattfindet. Welche Technologie sich hierbei durchsetzen wird ist derzeit noch nicht erkennbar. Aus Service Provider Sicht erscheint es vorteilhaft, das Routing direkt selbst durchzuführen, da die Active FTTP Technologie die Steuerung der Daten aus der Kontrolle gibt. Somit könnten verschiedene Service Provider die gleiche Architektur nutzen.
Derzeit ist laut dem Institut für Physik, die Wachstumsrate der Datenübertragung mit Fasern größer als die der durch Moore’s Gesetz Computerleistungen. Auch wenn es laut Shannon’s berühmtem Theorem eine Begrenzung des Datenwachstums gibt, sollten die derzeitigen Technologien vorerst ausreichen um das Digital home mit ausreichend Bandbreite zu versorgen.
Es bleibt spannend zu sehen, welche Technologie sich dabei durchsetzen wird.












