Wir sind Quakenbrück

Was waren wir nicht schon alles? Erst Kellerkinder, dann Wirtschaftswunderkinder. Vor allem aber: Weltmeister. Da waren wir wieder wer. Das glücklichste Volk der Erde waren wir auch einmal. Doch das ist schon lange her. 1989 oder so muss das gewesen sein. Das haben haben wir aber rasch wieder vergessen. Miesepetrig waren wir dann, pessimistisch, defätistisch. Das Schlusslicht Europas. Und dann auch noch gepisackt von einer unbarmherzig-grausamen Bildungsstudie. Die Depression wurde allgemein. Da half es wenig, dass wir Schumi waren und dann auch noch Papst wurden.

Doch dann wieder Weltmeister, na ja nicht ganz, aber immerhin Weltmeister der Herzen. Wenig später war der Aufschwung wieder da, das Schlusslicht wurde unerwartet wieder auf die vorderen Plätze katapultiert. Nicht mehr belächelt, sondern beneidet. Völlig unerwartet war dieser Durchbruch. Ganz so wie der von Quakenbrück: Erst Alba in die bereit stehenden Körbe entsorgt, dann Köln einen weder standes- noch saisongemäßen Aschermittwoch bereitet – und vielleicht unterwegs zur Meisterschaft. Vielleicht ist das unser neues Modell. Schlecht wäre das nicht: aufstreben, ohne abzuheben …

… meint Glossix

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