Fastfood will kommen?
“Lieber ein mündiger Bürger als ein mundiger Burger.”
(J. F. Mamjjasond)

Wer dieser Tage durch das Kreuzberger Wrangelkiez spaziert, dem stechen sofort diese an Hauseingänge geklebten Plakate ins Auge. Kein Text, kein Schriftzug – nur ein rot-gelber Clown auf weißem Grund. Moment mal, das ist doch Ronald McDonald, das Maskottchen eines globalen Burgerbraters.
Beinahe jeder Kreuzberger weiß, dass McDonalds demnächst seine erste Filiale in diesem Stadtteil eröffnen wird, und zwar im Wrangelkiez. Diese Eröffnung stößt im alternativ geprägten Kreuzberg auf großen Unmut und starke Antipathien.
Und nun klebt dieser Clown mit seinem zum Willkommensgruß geöffneten Armen mitten im Herzen des Widerstands. Da fragt man sich doch, wer hat diese Plakate in Auftrag gegeben bzw. wer waren die Kleber?
Handelt es sich hierbei um mehr oder weniger geschicktes Guerilla-Marketing von McDonalds? Will das Unternehmen mit diesem Plakat signalisieren, dass es bereit ist seine Feinde zu umarmen? Oder waren es die Fastfood-Gegner, die nach dem Probieren der diesjährigen Marihuana-Ernte ihre ursprünglichen Ansichten vergessen haben.
Wer den Grund kennt, der schreibt bitte einen Kommentar.
weiterführende Links:
- taz: Burger mischen Bürger auf
- McDonalds: Restaurant eröffnete in Berlin
- McWiderstand: KeinMcDonald’s in Kreuzberg!
Text+Foto: Alexander Fromm













Am 21. August 2007 um 10:14 Uhr
Eine mögliche Möglichkeit hatte ich noch außer Acht gelassen: Vielleicht handelt es sich bei den Plakatierern ja auch um Kinder, die zwar noch nicht zu den mündigen Bürgern, aber dafür zu den Burgerfreunden zählen und sich auf ein neues buntes Restaurant am Ende ihres Universums freuen. Wer weiß, wer weiß…