Metaverse Brunch mit Jeff Barr
Am Freitag, 14.09.2007, fand der wahrscheinlich erste Metaverse Brunch der Welt (so lieben es doch die PR-Fachleute ;-) ) statt. Organisiert wurde er von Sebastian Küpers und Markus Breuer von der Otherland Group. Anlass war der Besuch von Amazon Web Services “Evangelist” Jeff Barr aus Seattle. Jeff Barr, der sich, einfach ausgedrückt, mit der Öffentlichkeitswahrnehmung der Web Services von Amazon beschäftigt, ist auch seit einiger Zeit in Second Life engagiert und war so ein interessanter Gesprächspartner für die Anwesenden.
In lockerer Atmosphäre sprach er über seine Tätigkeit und sein Engagement in Second Life. Daraufhin ergab sich eine spannende Diskussion über die Möglichkeiten, aber auch über die Schwierigkeiten und den Verbesserungsbedarf bei Second Life. Klar ist:
- Die Usability des Clients ist stark verbesserungswürdig.
- Gerade neue User brauchen beim Umgang mit SL mehr Anleitung und bessere Lernerfahrungen (Die derzeitige SL-Start Insel von Linden Labs ist da schon ein großer Abturner).
- SL muss, um weiterhin erfolgreich zu sein, die Skalierbarkeit des Systems gewährleisten, d.h. deutlich mehr als 100 User sollten sich ohne Probleme auf einem Sim befinden dürfen.
- Andere Metaversen, bisher immer hoch gehandelt, sind den Nachweis ihrer Berechtigung als SL-Herausforderer bislang schuldig geblieben.
Für uns als Betreiber des Corecon Convention Centers interessant: Als Geschäftsmann, der viel Zeit auf Reisen verbringt, hob er aber auch z.B. den Zeitvorteil hervor, den virtuelle Konferenzen bieten, weil An- und Abreise entfallen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass sich virtuelle Veranstaltungen “echter” anfühlen als man zunächst meinen könnte. Er berichtete außerdem von der Second Life Konferenz in Chicago und gab einen kurzen Einblick in die Arbeitsweisen der Erschaffer von Second Life, Linden Labs, bei denen sehr spontan in kleinen Projekten gearbeitet wird, was wahrscheinlich in vielen anderen Unternehmen als revolutionär gelten würde.
Sein Tipp an alle, die es mal versuchen wollen: “Nehmt euch Zeit, die Funktionen der Plattform kennenzulernen, spielt mit Ihnen.” Schließlich: Wo sonst kann man in seinem eigenem Hoovercraft zum Vortrag einfliegen, wenn nicht in SL? Das schindet Eindruck und macht Spaß.
Alles in allem eine klasse Veranstaltung, die vielleicht die erste, hoffentlich aber nicht die letzte ihrer Art war.
Text: Angelika Daniels & André Winzer
Foto: Tobias Zadow














Am 18. September 2007 um 20:12 Uhr