Viel telefonieren erleichtert Partnersuche
Der Deutschlandpuls bringt heute einen Artikel zum Thema Vorratsdatenspeicherung: “Datensammeln zum Glück”. Der Begriff selbst scheint aus der Logistik zu kommen, ist es jedoch nicht. Er bezeichnet die rechtliche Verpflichtung von Providern, Kommunikationsvorgänge zu registrieren und für eine Mindestzeit von 6 Monaten zu speichern. Der “Kunde” – in dem Fall immer die Staatsanwaltschaft – fragt beim Provider an, ob er nicht zufällig Daten über einen bestimmten Bürger hat. Der schlagende Grund, der über alle Zweifel erhaben zu sein scheint, heißt Terrorverdacht. Der Provider kann und darf also nicht anders als sämtliche Daten, die er über den Bürger besitzt, an die Staatsanwaltschaft herauszugeben.
Damit jedoch der Bürger auch etwas davon hat, stellt Autor Friedrich Schmidt die Frage, ob sich diese Daten nicht sinnvoll im Sinne der deutschen Bevölkerung verwenden lassen. Das heißt, das Problem der Überalterung der Gesellschaft wird wieder aufgegriffen und angegangen. Die gesammelten Daten werden verwendet um Persönlichkeitsprofile zu erstellen und den Partnerbörsen zur Verfügung gestellt. Dann schnappen sich die Bürger ihren Wunschkandidaten und versuchen sich näher zu kommen. Vorbei die Zeit, als man noch extra ein Profil bei Friendscout24 anlegen musste. Für die Telkos sicher zudem eine interessante Gelegenheit die “teure” Vorratsdatenhaltung zu finanzieren.
Wem diese staatliche Fürsorge vielleicht doch etwas zu viel wird, der sei an die Initiative Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung verwiesen. Dort kann zumindest als Prepaidkunde der Vorratsdatenspeciherung ein Schnippchen schlagen, indem die eigene registrierte Simkarte an den Arbeitskreis eingeschickt wird. Die vereinseigene Tauschbörse sorgt dann dafür, dass eine “frische”, auf eine anderere Person registrierte Karte fortan für die Kommunikation sorgt. Dem Datenspeichern kann man so selbst nicht entgehen, jedoch ist die Profilzuordnung stark erschwert.
Foto: Grzegorz Kozakiewicz














Am 1. März 2008 um 16:02 Uhr