Innovation im Mobilfunkbereich?
Wozu? fragt der „I-Mode“ gebrandmarkte Manager von E-Plus, Thorsten Dirks.
Gerade im Telekommunikationsbereich versuch(t)en sich die Provider mit einer Vielzahl neuer Service-Angebote. Was will man nicht alles werden. Payment Gateway für Parktickets, Mobil–TV-Anbieter, Lokalisationsanbieter, Music-Streaming-Provider etc. etc.
Viel Geld für Innovation mit einem hoffentlich hohen Return on Investment (ROI).
„Wozu das ganze Geld überhaupt erst ausgeben?“, fragt Thorsten Dirks, Chef von E-Plus. Mobilfunk-Provider werden in Zukunft ähnlich wie im Festnetzbereich reine Datentransporteure bleiben.
Das ist nicht unbedingt negativ. Denn auch ein mobiler Internetzugang bringt einen guten ROI. Das Mobiltelefon wird in Zukunft ein mobiler Internetanschluss werden. Mobilfunkbetreiber ermöglichen durch den Ausbau Ihrer Netze eine gute Datenübertragungsqualität und werden für Geschwindigkeit und Service-Qualität bezahlt. Das hindert die Service-Provider natürlich nicht daran eigene Dienste zu entwickeln. Protektionismus, wie im Falle von T-Mobile vs. Nokia wird jedoch mit Sicherheit eher ein Bremsklotz als ein Zugpferd sein. Denn das 21 Jahrhundert hat sich ja bekanntlich „Open Innovation“ auf die Fahnen geschrieben. Und das heißt ganz klar, die eigene Plattform öffnen, um das eigene Potential zu hebe(l)n.
Die Mehrzahl der Angebote werden jedoch durch die Internetdienste selbst erbracht. Aber vielleicht wären die ISP‘s bei mobilen Angeboten eher bereit, für die Service-Qualität auch den „Datenesel“ direkt zu belohnen. Im Netz selbst ist diese Variante ja bisher gescheitert.
Nachtrag: Zum Glück fällt auch bei der Telekom „Open Innovation“ nicht völlig von der Tischkante, wie man beim Helios Developer Projekt sehen kann.
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