TV in 3-D mit Head-Tracking

Mit dem zweiten Auge sieht man bekanntlich besser. Vor allem sieht man erst damit räumlich. Zum Fernsehen würde deshalb schon ein Auge ausreichen, denn das ist seit Jahr und Tag zweidimensional. Doch dreidimensionales Fernsehen könnte in wenigen Jahren Realität werden, geht es nach den Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, dem Heinrich-Hertz-Institut in Berlin.
Die Mitarbeiter um Projektleiter Klaus Hopf haben ein Verfahren entwickelt, dass mehreren Zuschauern den Blick in eine andere, die dritte Dimension ermöglicht. Ganz ohne 3-D-Brille wird der Film Teil des räumlichen Geschehens. Zum räumlichen Sehen sind zwei perspektivisch verschobene Bilder notwendig. Daraus “errechnet” dann das Gehirn den dreidimensionalen Eindruck.
Wie gehts? Mittels Head-Tracking wird die Position der Zuschauer vor dem Bildschirm ausfindig gemacht. Dann werden deren Augen gesucht und der jeweilige Blickwinkel berechnet. Die berechneten Ergebnisse werden an den Bildschirm weitergeleitet, der dem jeweiligen Betrachter ein individuelles, dreidimensionales Bild liefert. Soweit die Kurzfassung.
Erklärtes Ziel der Wissenschaftler, die im Forschungsprojekt MUTED (Multi-User 3-D Television Display) zusammenarbeiten, ist dreidimensionales Fernsehen für den Heimbedarf. Derzeit wird fieberhaft an einem Prototypen gearbeitet, der dann endlich in die Massenproduktion gehen kann.
Quelle: Fraunhofer Magazin 1.2008












