Schluß mit dem unterirdischem Kabelsalat!:Drahtlose Datenübertragung als Ersatz konventioneller Netze.
Menschen in Ballungsgebieten haben es leicht. Es ist kaum zu glauben, dass es in Deutschland noch Wohnorte gibt, wo die DSL-Geschwindigkeit nicht Mal die eines Modems erreicht. Wenn man in einem “DSL-Ausbaugebiet” wohnt, kann man froh sein, wenn man täglich E-Mails lesen kann. VoIP-Telefonie oder WebTV sind im Vergleich wie ein Weichnachtsmärchen. Die ökonomischen Auswirkungen dieses Zustands betreffen sowohl die Internetanbieter, die ahnungslosen Kunden aus solchen Gebieten High-Speed-Surfen und kostenlose Internettelefonie versprechen, als auch die Kleinunternehmer, die auf Internetgeschäfte angewiesen sind.
Diese Abhängigkeit von Leitungen in der Erde für Internet, Telefonie oder Fernsehen wird in der Zukunft durch immer konkurrenzfähiger werdende Preise für mobiles Internet geschwächt. Die Erfahrungen aus Schweden und Österreich zeigen, dass günstige Angebote für 3G-SIM-Karten (teilweise in Verbindung mit USB-Modem), gekoppelt mit höherer Netzabdeckung in “DSL-Ausbaugebieten” und Verträge mit kurzfristiger Bindung zum Erfolg führen. Sogar die nächste Generation der Netbooks wird mit eingebauter 3G-Funktionalität erwartet.
Die Statistiken aus Schweden zeigen, dass Mobiles Internet zur Zeit eher komplementär zum heimischen Internetzugang verwendet wird. Inwiefern sich dieses komplementäre Verhältnis schnell zu einer wahrhaftigen Konkurrenz zu ADSL etablieren lässt, bleibt in dieser kurzfristigen Betrachtung unklar. Es lässt sich aber sicher vermuten, dass günstiges Mobiles Internet, ohne Drosselung von VoIP- oder P2P-Ports wie ein Segen für viele zerstreute Teile der Bevölkerung sein wird.
Wer den aktuellen Stand der Dinge in Deutschland wissen möchte, findet einen Überblick aller mobilen Internetangebote im Prepaid
Wireless Internet Access Wiki.
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