Glossar
Die technischen Entwicklungen des weltweiten Netzes schreiten in rasantem Tempo voran. So manchem fällt es dabei schwer, den Anschluss nicht zu verpassen bzw. Anschluss zu bekommen. Erschwert wird die Geschichte noch dazu durch die massive Verwendung englischer Begriffe und anglophoner Neologismen. Vor allem ältere Leute verstehen meist nicht mal mehr “Bahnhof”, wenn sich die jüngere Generation übers Bloggen (“Was für ein Block?”) und Podcasten (“Welcher Karsten?”) unterhält. Diese kleine Übersicht soll dem Verständnis der Materie dienen. Aus diesem Grunde wurde auch versucht, die englischen Vokabeln komplett ins Deutsche zu übertragen.
Blog = Netztagebuch
Der oder das Blog ist die Kurzform von Weblog, was sich wiederum aus den Begriffen web (Netz) und log (Logbuch) zusammensetzt. Es handelt sich also um ein Log- oder Tagebuch, das für jedermann im World Wide Web zugänglich und somit öffentlich lesbar ist. Es gibt diverse Anbieter, die ihr Blogdesign kostenlos zur Verfügung stellen. Dort meldet man sich an, gibt seinem Blog einen möglichst einprägsamen Namen und schreibt drauflos. Manche user (Anwender, Benutzer) führen ein Netztagebuch, in dem sie ihre Alltäglichkeiten öffentlich schildern. Andere nutzen Blogs, um ein fortlaufendes Bulletin zu einem bestimmten Thema online zu stellen. Kurzum: Ein Jeder publiziert, was ihm/ihr besonders am Herzen liegt.
Posting = Eintrag oder Notiz
Die einzelnen Artikel oder Einträge in einem Blog heißen Postings oder auch nur Post. Postings haben meist eine mit einem Permalink unterlegte Überschrift, ein Veröffentlichungsdatum und eine Kommentarfunktion. Mit der Kommentarfunktion können andere user ihren Ehrensenf dazugeben.
Tag = Stichwort
Artikel, also Postings, kann man mit verschiedenen labels etikettieren, d.h. man weist ihnen tags zu. Bitte? Ob Label oder Tag – beides bedeutet nix anderes als dass dem Eintrag selbst gewählte Stichworte zugeordnet werden. Diese erlauben im nachhinein die Suche nach dem Schema: Welcher Eintrag hat sich schon einmal mit dem Thema befasst?
Tagwolke
Manche Blogs haben am linken oder rechten Seitenrand eine Ansammlung von Begriffen, die in unterschiedlichen Schriftgrößen dargestellt werden. Eine Tagwolke. Hat nichts mit Tagesbewölkung zu tun, sondern mit der Häufigkeit der verwendeten Stichworte. Je größer die Schriftgröße, um so häufiger wurde der betreffende Tag verwendet.
Trackback = Querverweis
Trackbacks sind eine feine Sache. Trackback ist eine Funktion, die Rücklinks erstellt. Links also, die von anderen Seiten auf die eigene verweisen. Das funktioniert folgendermaßen: Blogger A schreibt in seinem Blog A einen Eintrag. Blogger B äußert sich in seinem Blog B zu diesem Eintrag. Beide Einträge stehen also in einer inhaltlichen Verbindung, aber noch nicht in einer technischen. Nutzt Blogger B die Trackback-Funktion, sendet das Blog B ein sogenanntes Ping-Signal an Blog A. In Blog A erscheinen daraufhin Titel und Link zum bezugnehmenden Artikel in Blog B. Und schon entsteht ein Diskurs, der durch die Trackback-Verlinkung nachverfolgt werden kann.
Podcast = Privatsendung
Bei einem Podcast handelt es sich um einen Neologismus, der aus zwei Worten collagiert wurde: “i-Pod” und “Broadcast”. Der i-Pod ist der MP3-Player aus dem Hause Apple, broadcasting ist englisch für Rundfunk. Podcasting ist also eine Art Radio- (Audio-Podcast) oder Videoschnipsel (Video-Podcast) für den heimischen Rechner oder den MP3-Player. Podcasts werden zumeist von Amateuren fortlaufend und kostenlos ins Web eingespeist und über einen Podcast-Klienten bereitgestellt. Mittels Newsfeed kann man diese Audio- oder Videobeiträge abonnieren.
Feed = personalisierter Nachrichtenticker
Normalerweise müssen Internetnutzer gewünschte Seiten manuell aufrufen, um sich über deren Aktualisierung oder bloße Änderung zu informieren. Die Formate RSS und Atom ermöglichen nun das Abonnieren diverser Kanäle, zum Beispiel von Weblogs. Dank RSS-Feed (engl. to feed: füttern) bekommt der Empfänger die jeweils aktuellen Nachrichten automatisch auf seinen PC geladen. Das RSS-Feed für diesen Blog befindet sich übrigens oben rechts.
Permalink = statischer Verweis
Ein Permalink ist ein permanenter Verweis auf einen bestimmten Blogartikel. Da Blogs sich fortlaufend ändern, ist es von Vorteil, wenn jedem einzelnen Blogeintrag eine eigene Adresse zugewiesen wird, um diesen unter all den anderen Einträgen wiederzufinden. Der Permalink verweist trotz aller Änderungen stets auf denselben Eintrag (außer das Blog wurde umbenannt oder gelöscht).













